Musterverträge aus dem Internet: das kann teuer werden!

Im Internet gibt es mittlerweile so gut wie alles. Man muss nur mit dem richtigen Stichwort auf die Suche gehen. So ist es auch mit den Musterverträgen aus dem Internet. Aber Warnung: das kann teuer werden!

Klar, es ist schon praktischer, einfach mit ein paar Klicks auf der richtigen Seite im Internet von zu Hause aus zu landen und dann kostenlos einen Mustervertrag herunter zu laden. Wobei der Download nicht immer kostenlos ist. Hunderte solcher Verträge sind dort zu finden. Und das für jeden Anlass: für den Autoverkauf, die Vermietung der Wohnung oder die Regelung des Nachlasses.

Der Laie kann zum Beispiel bei einem Mietvertrag für Wohnraum nicht auf einen Blick erkennen, ob er so korrekt geschrieben ist, dass er nach Jahren auch noch bei einem Rechtsstreit stand hält. Ganz wichtig sind hier nämlich die Renovierungsklauseln, die häufig ein wichtiger Bestandteil bei Rechtsstreitigkeiten sind.

Viele Mustervertrags-Anbieter schließen in ihren Geschäftsbedingungen jede Gewährleistung aus. Sehr häufig sind in Musterverträgen aus dem Internet ungenaue Formulierung enthalten, die Gefahren bergen. So zum Beispiel in einem Vertrag für einen Gebrauchtwagenverkauf. Wenn drin steht:  nach Besichtigung und Probefahrt kauft der Käufer das Fahrzeug wie besichtigt, dann sind damit nicht automatisch spätere Reklamationen ausgeschlossen. Das kann dann nämlich für den Verkäufer ein teures Vergnügen hinterher bedeuten.

Deshalb sollte man die Musterverträge eigentlich nur als eine Art Anregung verstehen und sich nie allein auf sie verlassen. Beratungen erteilen die Verbraucherzentralen, Mietervereine, Anwälte und Notare.

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