Varianten zur gesetzlichen Pflegeversicherung
In Deutschland steigt die Lebenserwartung stetig. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei Männer bei 90 Jahren, bei Frauen bei 94 Jahren. Wer gesund alt wird, hat Glück. Wer pflegebedürftig wird, hat nicht nur das Problem der Krankheit und damit verbundenen Pflege, sondern auch das finanzielle Problem.
Die gesetzliche Pflegeversicherung wird nicht den vollen Betrag der Kosten decken können. Sie übernimmt nur einen Teil der Kosten, die im Pflegefall entstehen. Immer sinnvoller wird es daher, selbst für seine Vorsorge im Alter vorzusorgen.
Über die Krankenkasse ist jeder Mensch automatisch pflegeversichert, egal ob privat oder gesetzlich. Die private Pflegeversicherung kann eine gute Ergänzung zur gesetzlichen Pflegeversicherung darstellen, will man im Alter nicht, dass alles Geld für die Pflege verwendet werden muss und womöglich die Angehörigen auch mitzahlen müssen.
Es gibt Varianten zur gesetzlichen Pflegeversicherung, wie zum Beispiel die Pflegekostenversicherung. Sie übernimmt bis zu einem bestimmten Höchstbetrag die tatsächlichen Pflegekosten, die über die gesetzliche Pflegeversicherung nicht abgedeckt werden. Die Pflegekostenversicherung zahlt, wie der Name schon sagt, nur nach Vorlage der Rechnung. Sie ist an Ausgaben gebunden, die vom Versicherungsnehmer nachgewiesen werden müssen.
Eine weitere Variante ist die Pflegerentenversicherung. Hier bekommt der Versicherte bei Pflegebedürftigkeit eine Rente ausbezahlt. Er darf frei darüber verfügen. Sie ist nicht an bestimmte Ausgaben gebunden.
Ein weiteres Zusatzangebot in der privaten Pflegeversicherungswelt ist das Pflegetagegeld. Es wird unabhängig von der Art der Pflege ausbezahlt. Die Pflege kann in der eigenen Wohnung oder im Haus oder im Pflegeheim stattfinden. Die Höhe des Pflegetagegelds wird bei Vertragsabschluss vereinbart. Der Versicherte kann über das Geld frei verfügen. Er muss keine Ausgabenbelege vorlegen und kann somit das Geld auch für andere Ausgaben als nur Pflegeausgaben verwenden.


Januar 24, 2012 







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