Rentenversicherung schreibt 2010 rote Zahlen

Im vergangenen Jahr 2009 hatte die Rentenversicherung noch ein Plus, in dem sie etwa 200 Millionen Euro mehr eingenommen hatte als ausgegeben. Zum Jahresende hatte die Nachhaltigkeitsrücklage dadurch einen Betrag in Höhe von 16,2 Milliarden Euro zu verzeichen. Dies entspricht knapp einer Monatsausgabe der Rentenkasse. Doch 2010 hat die Wirtschaftskrise auch die Rentenversicherung erreicht. Experten zufolge wird die Rentenversicherung 2010 rote Zahlen schreiben. So wird die Rücklage sinken, geschätzt wird nach derzeitigen Prognosen durch 2 Milliarden Wenigereinnahmen auf 14,6 Milliarden Euro.

Weil die Bundesregierung allerdings von einer langsamen, wirtschaftlichen Entwicklung ausgeht, wird der Beitragssatz bis 2013 mit 19,9 % konstant bleiben. Auch durch das Sparpaket der Bundesregierung ist mit weiteren Einnahmeausfällen zu rechnen und so bleibt die Absenkung des Beitragssatze ab dem Jahr 2014 noch fraglich. Durch den vorgesehenen Wegfall der Beitragszahlungen für Empfänger von Arbeitslosengeld II stehen Einnahmenausfälle in Höhe von rund 2 Milliarden Euro bevor. Auch dadurch wird die Rücklage sinken und Ende 2014 wohl laut Experten um einen Betrag von 8 Milliarden Euro abnehmen.

Und so müssen alle Beitragszahler wohl mit höheren Beiträgen und die Rentner mit Nullrunden oder lediglich geringen Erhöhungen rechnen. Alles, um die Lücken in der Finanzierung zu schließen. All diese Veränderungen teilte kürzlich der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV), Alexander Gunkel, bei der Bundesvertreterversammlung in Frankfurt am Main mit.

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