Pflegeversicherung soll Kapitalstock erhalten
Die Pflegeversicherung soll einen Kapitalstock erhalten und auf die Versicherten kommen dadurch noch höhere Belastungen zu. Durch die demografische Entwicklung wird die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren stark steigen. Mit dem Umlageverfahren ist die Finanzierung der Pflegeversicherung in der Zukunft nicht mehr zu realisieren.
Am Rande der Koalitionsverhandlungen in Berlin sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) den Journalisten, daß die Gelder für eine Kapitaldeckung „nicht vom Himmel fallen“ werden. Die Oppositionsparteien und Verbände wie der VdK befürchten eine ungleiche Lastenverteilung mit einer Kopfpauschale, die Geringverdiener stärker belastet als die Bezieher hoher Einkommen.
Wesentlich gerechter wäre aber eine Sicherung der Pflege aus Steuermitteln. Nicht nur gesetzlich Versicherte werden Pflegefälle. Wenn der Staat Leistungen wie die Pflege garantieren will muß er Steuermittel einsetzen und entsprechende Einnahmen erzielen. Ausgabenkürzungen an anderen Stellen wären eine Alternative für die Finanzierung der Pflegeversicherung.


Oktober 22, 2009 







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