Lebensversicherungen spüren Finanzkrise
Kapitallebensversicherungen sind die Basis der privaten Altersvorsorge und setzen auf Sicherheit. Aber wo wird das Geld der Kunden angelegt? Die Zinserträge sind gering, Aktienkurse purzeln flott nach unten und Immobilienfonds stehen nicht gut da. Sinkende Überschüsse schmälern die Renditen.
Vor zehn Jahren wurden den Kunden noch sieben Prozent auf Ihre Versicherung gutgeschrieben. Davon sind im Durchschnitt nur 4,28 Prozent übriggeblieben. Und das bei einer Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von 3,62 Prozent – da wird viel Substanz abgegeben. Die Frage ist, wann der erste Anbieter fällt.
Die Finanzkrise hinterlässt ihre Spuren: 2008 wurden so wenige neue Lebensversicherungsverträge abgeschlossen wie schon lange nicht mehr. Daher fragen sich immer mehr Kunden, ob ihre Police noch bringen kann, was der Vertreter einmal versprochen hat. Die Kundschaft misstraut den Versicherern schon länger. Und die Branche tut alles, um die Skepsis zu nähren: Provisionen und Kosten reduzieren den Betrag, der am Ende tatsächlich für den Kunden angelegt wird. Wie sich die Überschussbeteiligungen zusammensetzen, kann – und soll wohl auch - niemand nachvollziehen. Einige Anbieter halten die Überschussbeteiligungen optisch hoch, kürzen dafür aber die Schlußzahlung.


April 23, 2009 







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