Wann muss die Berufsunfähigkeitsversicherung nach einem Unfall zahlen?

Das ist nicht immer einfach zu entscheiden, ob die Berufsunfähigkeitsversicherung nach einem Unfall zahlen muss. Das Oberlandesgericht Hamm hatte einen Fall zu entscheiden, in dem ein Filialleiter einen Arbeitsunfall hatte. Die Versicherung verweigerte die Zahlung und schlug dagegen vor, der Mann solle sich eine Stelle als Pförtner suchen. Hier hätte er aber knapp 30 % weniger Gehalt bekommen. Das Gericht entschied, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen muss. Begründet wurde das Urteil damit, dass die beiden Arbeiten finanziell nicht vergleichbar waren. Ein Versicherungsfall liegt grundsätzlich dann vor, wenn eine voraussichtlich dauernde, durch Krankheit oder Körperverletzung entstandene, vollständige oder teilweise Unfähigkeit des Versicherten, verhindert, seinen bisherigen Beruf oder eine andere Tätigkeit, die seiner Ausbildung und Erfahrung und seiner bisherigen Lebensstellung entspricht, auszuüben. Hierbei wird in der Regel ein medizinischer Sachverständiger hinzugezogen. Eine gewisse Minderung des Einkommens muss der Versicherte akzeptieren. Allerdings im vorliegenden Fall entschied das Gericht, dass knapp 30 % zuviel waren.

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