Debatte über ein drittes Konjunkturpaket
Die Debatte über ein drittes Konjunkturpaket geht in die nächste Runde. Noch diese Woche soll beim Konjunkturgipfel im Kanzleramt darüber beraten werden. Der Bundespräsident Horst Köhler mahnt zur Besonnenheit und der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier verteidigt die von seiner Partei angestrebte Erhöhung des Spitzensteuersatzes sowie eine weitere Absenkung der Lohnsteuer auf geringe Einkommen. Spitzenverdiener sollten mehr zur Kasse gebeten werden. Und schon ist das Schlagwort Reichensteuer wieder präsent. Die Einkommensteuer ist nach wie vor eine der bedeutendsten Steuerquellen in Deutschland. Der Spitzensteuersatz ist dann fällig, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen eines Alleinstehenden bei mehr als 52152 Euro liegt, bei Verheirateten sind es 104304 Euro. Derzeit beträgt er 42 %. 45 % Steuern fallen an, wenn man 250000 Euro als Lediger oder 500000 als Ehepaar im Jahr verdient. Dieser Höchstsatz trägt den Namen Reichensteuer. Dennoch ist insgesamt gesehen der Spitzensteuersatz im Laufe der Jahre ständig gesunken. So betrug er in den 70er Jahren 56 % und in den 90er Jahren noch 53 %. Im Jahr 2000 waren es dann 51 % und ab 2001 48,5 %. Im Jahr 2004 sank er auf 45 % und seit dem Jahr 2005 sind es 42 %, die unverändert bis heute gelten. Geplant sind von der SPD die Anhebung der Reichensteuer von 45 % auf 47,5% bei gleichzeitiger Senkung der Einkommensgrenzen bei Alleinstehenden auf 125000 Euro und bei Verheirateten auf 250000 Euro. Die CSU teilt diese Meinung nicht. Eine spannende Debatte über das dritte Konjunkturpaket kann erwartet werden.


April 15, 2009 







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