Schwarzarbeit in deutschen Privathaushalten boomt

Da soll die Schwarzarbeit eingedämmt werden, schon kommt die nächste Hiobsbotschaft. Was längst unter der Hand bekannt war, wird nun öffentlich genannt. Die repräsentative Umfrage wurde am 24.02.2009 in Berlin vorgestellt. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat für das Jahr 2007 die Zahlen vorgelegt. Das Ergebnis ist erschreckend. Handwerksarbeiten werden mit etwa 19% schwarz erledigt, danach kommen Haushaltsarbeiten mit knapp 16 %, wie das Putzen, Einkaufen oder Gärtnern, gefolgt von Autoreparaturen mit rund 14 %. Die Schwarzarbeit in deutschen Privathaushalten boomt. Die illegale Beschäftigung wird akzeptiert, keiner hat ein schlechtes Gewissen. Dadurch, dass es immer mehr ältere Menschen gibt, ist ein großer Bedarf an Familien unterstützenden Dienstleistungen. Der Gesetzgeber hat reagiert und ab diesem Jahr die steuerliche Abzugsfähigkeit für solche Kosten erhöht. Die Studie ermittelte, dass rund 600000 legale Vollzeitstellen entstehen könnten, wenn jeder mit Bedarf eine Kinder- oder Putzfrau anstellen und anmelden würde. Viele Stimmen werden laut, dass der Staat an der ganzen Misere nicht ganz unschuldig ist. Erhält z.B. eine Person Hartz IV und jobbt nebenbei als schwarz Haushaltshilfe, so hat sie am Ende des Monats mehr Geld in der Hand, als wenn ihr Nebenjobb gemeldet wäre. Denn der Zuverdienst hat enge Grenzen und schmälert bei Überschreiten das Arbeitslosengeld II. Mit der Zahl der Arbeitslosen wird die Zahl der Schwarzarbeiter wohl leider auch steigen.

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