Fiskus plant Erhöhung der Grunderwerbsteuer
Wenn die Kassen des Fiskus leer sind, dann müssen die Steuern erhöht werden. Derzeit plant der Fiskus die Erhöhung der Grunderwerbsteuer. Sie bildet bei den Ländern einen nicht unerheblichen Anteil an den Einnahmen. Zu Lasten der Immobilienkäufer! Die Grunderwerbsteuer fällt beim Hauskauf an und zählt zu den Erwerbsnebenkosten. Sie bemisst sich nach dem jeweiligen Kaufpreis.
Ab dem Jahr 2011 stehen derzeit gleich 5 Bundesländer in der Planung der Steuererhöhung. Das Saarland und auch Niedersachsen ziehen in Erwägung den Steuersatz von 3,5 % auf 4,5 % anzuheben, Schleswig-Holstein möchte ab 2013 sogar 5 % verlangen. Bremen und Brandenburg kündigten in ihren Haushaltsplänen für das Jahr 2011 an, dass sie die Grunderwerbsteuer auf 4,5 % oder gar 5 % anheben wollen. Die Bundesregierung hatte den Grunderwerbsteuersatz bis September 2006 einheitlich auf 3,5 % festgesetzt. Seitdem allerdings dürfen die Länder selbst über die Höhe des Steuersatzes bestimmen. Derzeit sieht es nach den gesetzten Signalen nach einer bundesweiten Erhöhung des Grunderwerbsteuersatzes aus.
Der Immobilienerwerb wird eindeutig erschwert. Die Erhöhung führt für die Immobilienkäufer zu erheblichen Mehrkosten, denn die Kaufnebenkosten bestehen nicht nur aus der Grunderwerbsteuer, es gehören noch die Notarkosten, die Grundbuchgebühren und eine eventuelle Maklercourtage dazu. So können locker über 10 % Nebenkosten beim Kauf einer Immobilie neben dem eigentlichen Kaufpreis hinzukommen. Damit liegt Deutschland in der Spitzengruppe in Europa. Allerdings steht Deutschland mit einer Wohneigentumsquote von knapp über 40 % am unteren Ende in Europa. Junge bauwillige Familie hatten schon seinerzeit, als die Eigenheimzulage gestrichen wurde, kapitulieren müssen, denn auch die laufenden Kosten für Müll, Abwassergebühren und die Grundsteuer sind nicht billiger geworden. Ob das dann so von der Regierung im Umkehrschluss auch geplant war?


August 30, 2010 







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