Kassiererin erhält fristlose Kündigung wegen 1,30 Euro
Kassiererin fristlos gekündigt. Am 24.02.2009 wurde es entschieden. Die Supermarkt-Kassiererin, die wegen 1,30 Euro die fristlose Kündigung von ihrem Arbeitgeber erhielt, ist nun arbeitslos. Das Berliner Landesarbeitsgericht erklärte nämlich die fristlose Kündigung für rechtens. Über 30 Jahre war die Angestellte in der Supermarkt-Kette tätig. Nie hatte sie sich etwas zu schulden kommen lassen. Sie ist nun 50 Jahre alt und der Stein des Anstosses war die angebliche Unterschlagung von zwei Pfandbons über insgesamt 1,30 Euro. Die Angehörigen, Freunde und Gewerkschafter reagierten auf das Urteil mit Entsetzen. Sogar ein Komitee hatte sich gegründet, um die Kassiererin zu unterstützen. Hier ist man sich sicher, dass nicht die Pfandbons der eigentliche Grund für die fristlose Kündigung waren, sondern die Beteiligung der Frau an Streikaktionen im Einzelhandel. Das Gericht allerdings sah schon in dem dringenden Verdacht eine Straftat, nämlich die unerlaubte Einlösung der Pfandmarken für den eigenen Geldbeutel. Als dann Kolleginnen die Frau auch noch belasteten anstatt zu ihr zu halten, bestätigte sich der spätere Urteilsspruch des Gerichts. Ein trauriges Urteil. Das Gericht wollte wohl ein Zeichen setzen. Nicht einmal nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit kann man sich in der Firma sicher fühlen.


Februar 25, 2009 







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