Bad Bank der Soffin soll faule Kredite übernehmen
Der staatliche Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) will eine Deutsche Bad Bank schaffen. Nicht handelbare Wertpapiere und faule Kredite sollen den Banken abgekauft werden. Der Soffin will damit nicht nur das Finanzsystem mit Liquiditätsgarantien und Kapitalspritzen zu stabilisieren. Leistungsgestörte Wertpapiere und Forderungen der Banken können so verwaltet werden.
Diese Form der Staatshilfe durch den Soffin betrifft nur Banken, die eine Chance zur Überwindung der Krise haben. Als erstes betrifft das Banken, die ausreichend kapitalisiert sind aber denen wegen der Marktverwerfung eine sichere Refinanzierungsquelle fehlt. Auch Banken, die ein Sanierungsfall sind, sollen von der Deutschen Bad Bank unterstützt werden. Die besonders harten Restrukturierungsfälle mit hohen faulen Krediten, deren Insolvenz wegen Systemrelevanz vermieden werden muß, stehen als dritte Kategorie unter dem Dach der Bad Bank, die die Rettung der zukunftsfähigen Teile übernimmt.
Ergänzungskapital wird aus Sicht von Experten des Soffin in Zukunft ein großes Thema werden. Die deutschen Banken gehören zu denjenigen, die weltweit am exzessivsten von der Ausgabe nachrangiger Anleihen oder Genussrechten Gebrauch gemacht haben. Die Qualifizierung von Nachrangmitteln als Kernkapital wird die Bad Bank stark einschränken und darauf pochen, dass die Banken für die Risikounterlegung "echtes" Kernkapital vorhalten. 480 Milliarden Euro stehen dem Soffin für seine Aufgaben zur Verfügung.


April 13, 2009 







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