Sparer wollen Bargeld und weniger Aktien

Verunsicherte Sparer horten lieber Bargeld und verkaufen ihre Aktien. Seit die Turbulenzen an den Finanzmärkten massive Verluste für Aktienanleger gebracht haben ist die Aktie als Geldanlage nicht mehr so gefragt. Immer mehr rückt die Frage der Sicherheit des Kapitals in den Fokus. Sparer begnügen sich lieber mit geringen Zinsen, wenn dafür die Anlageform als sicher gilt. Banken und Sparkassen machen auch damit ein gutes Geschäft. Wer diesen nicht mehr so recht traut behält sein Geld im Tresor, unter der Matratze oder dem guten alten Sparstrumpf.

Im letzten Quartal des vergangenen Jahres verdreifachte sich der Bargeldbestand. Die Sparquote stieg auf den höchsten Stand seit 1993 und lag bei 11,8 Prozent. Seit dem Jahrtausendwechsel war die Sparquote im Schnitt bei 10,3 Prozent – parallel dazu wurde an der Börse das große Geld verdient. Sparer waren verpönt und als Spießer diffarmiert. Noch in den 70er Jahren wurde das Geld zu 14,5 Prozent gespart. Die 80er Jahre ließen weniger Geld aus dem Einkommen auf dem Sparbuch landen. 13,5 Prozent waren aber noch wesentlich mehr als heute.

Der aktuelle Bargeldbestand der Haushalte schnellte im vierten Quartal 2008 von 5,4 Milliarden auf 16,7 Milliarden Euro hoch. Auch die Bankeinlagen sprangen von 28,5 Milliarden auf über 70 Milliarden Euro. Versicherungen und Pensionskassen verloren in der Krise angelegtes Geld. Aus 34 Milliarden Euro, die in diese Papiere investiert waren, ging diese Summe auf 10,2 Milliarden Euro zurück.

Die Verschuldung der Haushalte blieb mit durchschnittlich 39.000 Euro konstant. Das Finanzvermögen ging um 4.000 Euro auf 111.000 Euro zurück. Leicht zugenommen hat das Sachvermögen der Bundesbürger. Es stieg von 132.000 auf 134.000 Euro an.

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