Investor Berggruen übernimmt verschuldeten Karstadt
Schafft es der US-deutsche Investor Nicolas Berggruen, das marode Unternehmen Karstadt zu einer Goldquelle zu machen? Er hatte sich am Montag dieser Woche gegen den Investor und Mitbieter Tritor sowie das Vermieterkonsortium Highstreet durchgesetzt. Retter Berggruen begründete seinen Kauf der überschuldeten Warenhauskette Karstadt mit persönlichen Gründen. Die allein werden allerdings nicht ausreichen, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.
Eine Geldanlage ist es allemal. Nun kommt es darauf an, was daraus gemacht wird. Von heute auf morgen wird es nicht gehen, das ist eine langfristige Angelegenheit. Immerhin hatte Karstadt 25000 Angestellte. Ein Jahr liegt nun die Insolvenz von Karstadt zurück. Berggruen möchte das Unternehmen zu altem Glanz zurückführen.Der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat er zugesichert, dass er keine Mitarbeiter entlassen will und auch Mehrarbeit und Lohnverzicht nicht einplane. So erhielt der Milliardär die Stimme im Gläubigerausschuss. In der Vergangenheit hat schon manches totgeglaubte Unternehmen wieder Fuß fassen können. Warum nicht auch Karstadt unter neuer Führung?
Analysten zufolge ist ein schneller Verkauf der Metro-Tochter Kaufhof durch die Übernahme von Karstadt in weite Ferne gerückt. Es gebe dadurch auch keine Deutsche Warenhaus AG, so der Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers am gestrigen Dienstag in einer Studie.


Juni 9, 2010 







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