Leitwährung Dollar in Gefahr
Ob die Leitwährung Dollar in Gefahr gerät wird von vielen Seiten sehr unterschiedlich bewertet. Die Vorherrschaft des Dollar als Leitwährung wird von den aufstrebenden Wirtschaftsmächten Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC-Staaten) angegriffen. Der Dollar wird schlecht geredet obwohl allein die Chinesen zwei Billionen US-Dollar als Währungsreseve in US-Staatsanleihen gehortet haben. Mit 350 Milliarden Dollar (Russland), 240 Milliarden Dollar (Indien) und 200 Milliarden Dollar (Brasilien) sind auch die anderen Tresore der BRIC-Staaten voll mit der US-Währung. Somit besitzen sie 40 Prozent der weltweiten Währungsreserven.
Mit der BRIC-Idee von der Dollar-Unabhängigkeit hoffen die industriellen Spätstarter aus Asien und Südamerika von der Weltwirtschaftskrise zu profitieren. Gleichzeitig befürchten sie, wie auch einige reiche Scheichtümer vom Persischen Golf, daß die USA ihre Staatsschulden über den Druck weiterer Dollar-Noten begleichen. Die Dollar-Inflation würde auch die Werte der weltweiten Währungsreserven dahinschmelzen lassen. Doch soweit wird es die US-Regierung nicht kommen lassen. Denn internationales Agieren würde so langfristig unmöglich. Der Ölpreis würde sich vom Dollar lösen. Die USA müßten teure Importe mit dem Euro bezahlen und die Wirtschaft könnte nur als neuer Exportweltmeister überleben. Exportweltmeister brauchen aber eine starke Währung. Mit einer schwachen D-Mark hätte Deutschland als Verarbeitungsindustriestaat niemals Rohstoffe importieren können.
Der Dollar wird weltweit anerkanntes Zahlungsmittel bleiben und die BRIC-Idee der Währungsverbindung gegen den Dollar scheitern. Die Weltwirtschaftskrise wird auch diese Staaten erfassen. Und für wen will China seine minderwertigen Waren produzieren, wenn sich die Europäischen Staaten wieder mehr auf heimische Industrie und Arbeitsplätze konzentrieren. Auch Russlands Hoffnung auf eine Halbweltmacht nach dem gescheiterten Sozialismusprojekt wird sich nicht erfüllen.


Juli 6, 2009 







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