Staat kürzt Förderung für Solaranlagen
Ob eine Solaranlage für jedes Haus geeignet ist, hängt nicht von der Größe des Hauses ab, sondern vielmehr von der Ausrichtung des Daches. Das Dach sollte nach Süden ausgerichtet, nicht von Bäumen überschattet sein und einen Winkel von bestenfalls 30 Grad, maximal 50 Grad haben. Welche Vorteile hat der Einbau einer Solaranlage für den Hausbesitzer? Diese Anlage produziert nicht nur umweltfreundlichen Strom, sondern dient auch noch als schlichte Geldanlage. Bislang garantiert der Staat die Abnahme des Stroms bis zu 20 Jahren zu einem festen Preis. Der örtliche Stromanbieter war bisher verpflichtet, für den Solarstrom, der in das örtliche Stromnetz eingespeist wird, 20 Jahre lang eine feste Vergütung zu zahlen. Diese liegt zur Zeit bei maximal 39 Cent pro Kilowattstunde. Diese Regelung gilt jedoch nicht mehr für Solaranlagen, die nach dem 1. April 2010 ans Netz gehen. Denn zu diesem Stichtag erfolgt die erste Kürzung der Förderung um 15 Prozent. Eine weitere Kürzung der Förderung erfolgt dann zum 01. Januar 2011. Eine erneute Zusammenstreichung der Subvention steht an, wenn in diesem Jahr das Ziel von 3000 neu installierten Megawatt in Deutschland deutlich überschritten wird. Wie hoch der Fördersatz im kommenden Jahr sein wird, wird die Bundesnetzagentur im Oktober bekannt geben.
Seit diesem Jahr lohnt es sich auch für Hausbesitzer, den selbst erzeugten Strom selbst zu verbrauchen, weil sie in diesem Fall eine Vergütung von 25,01 Cent pro Kilowattstunde bekommen. Der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms ist somit jetzt schon lohnender als die Einspeisung. Um den Eigenverbrauch zu erhöhen, plant die Regierung sogar, zukünftig diesen Vorteil von drei auf fünf Cent pro Kilowattstunde auszubauen. Was eine Solaranlage kostet, hängt von der Größe der Anlage sowie den gültigen Subventionen ab. Für etwas mehr als 15.000 Euro kann man schon ein Einfamilienhaus mit einer Anlage ausstatten. Hinzu kommen die Kosten für Wartung, Reparaturen und Versicherung. Die Höhe der Rendite hängt letztendlich vom persönlichen Steuersatz und u.a. auch von der jährlichen Sonnenschein-Dauer ab. Unter www.test.de/solarrechner bietet die Stiftung Warentest einen Solarrechner an, der es jedem Interessierten ermöglicht, seine Rendite im Voraus zu ermitteln.
Die Einnahmen aus einer Solaranlage müssen versteuert werden. Für das Finanzamt ist jeder, der eine Solaranlage auf dem Dach hat, ein Stromunternehmer, der die Ausgaben von den Einnahmen abziehen und den Gewinn versteuern muss. Eine Steuerersparnis ist allerdings durch Regeln zur Abschreibung des Kaufpreises und der Verrechnung von Verlusten möglich. Langfristig gesehen, sind die Steuern jedoch oft geringer als die Abgeltungssteuer, die zu zahlen ist, wenn Geld auf dem Konto oder in Aktien angelegt wird.


Januar 22, 2010 







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