Siemens: Quartalsergebnis mit Gewinnwarnung

Der Technologiekonzern Siemens muss ein schwächeres Quartalsergebnis verkraften und senkt die Jahresprognose, weil die Aufträge wegbrechen. Besonders alamierend an der Gewinnwarnung: Die Flaute greift auf den Gewinnbringer Energietechnik über. Siemens hat sich angesichts der Wirtschaftskrise von seiner Jahresprognose verabschiedet. Für das laufende Geschäftsjahr geht der Technologiekonzern von einem operativen Ergebnis über dem Vorjahresniveau von 6,6 Mrd. Euro aus, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Siemens hatte bislang mit bis zu 8,5 Mrd. Euro für seine drei Sparten Industrie, Energie und Medizintechnik gerechnet. Der Auftragseingang durch den Konjunktureinbruch ging im zweiten Geschäftsquartal den Angaben zufolge um elf Prozent auf 20,9 Mrd. Euro zurück.

Waren bislang vor allem Teile des Industriesegments betroffen, wird nun auch der Hauptgewinnbringer Energietechnik von der Flaute erfasst. Dort sei 2009 von weiterem Druck auf die Auftragslage auszugehen, hieß es. Im abgelaufenen Quartal hat Siemens bei einem Umsatzzuwachs von fünf Prozent auf knapp 19 Mrd. Euro ein Ergebnis von 1,84 Mrd. Euro erwirtschaftet. Der Nettogewinn stieg um 146 Prozent auf 1,01 Mrd. Euro. Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit dem BenQ-Nachfolger Qisda wurden aufgelöst und hohe Abschreibungen wie im Vorjahresquartal waren nicht angefallen. Die Siemens-Aktie pendelt nach einem forschen Start um die 49 Euro-Marke. Im Jahresverlauf hat die Aktie über 34 Prozent verloren.

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