Niedrige Lohnkosten kippen Bürgschaft für Hapag-Lloyd

Zu niedrige Lohnkosten könnten die Bürgschaft für Hapag-Lloyd kippen. Die bei Bund und Land beantragte Staatsbürgschaft von 1,2 Milliarden Euro für die Hamburger Reederei überschreitet die Lohnkosten von Hapag-Lloyd um mehr als das Zehnfache.

Das Bürgschaftsprogramm des Wirtschaftsfonds Deutschland wurde zwar von der EU genehmigt, doch Voraussetzung ist, daß die Höhe des staatlich abgesicherten Kredites die Personalkosten des Jahres 2008 nicht übersteigt.

In informellen Gesprächen mit der EU-Kommission wird nach einer Lösung zur Gewährung des Kredites gesucht. Ein höherer Vergütungssatz wäre eine Möglichkeit. Die Anmeldung als Rettungsbeihilfe wäre ebenfalls eine Alternative, um mit dem EU-Wettbewerbsrecht konform zu gehen.

Nachteilig wäre die langwierige Prüfung durch Brüssel. Radikale Sanierungsschritte und ein Kapazitätsabbau würde dann von Hapag-Lloyd verlangt werden. Die Containerreederei gehört zum Reise- und Touristikkonzern TUI AG.

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