Münchener Rück mit Quartalsbilanz

Der Dax-Quartalsreigen geht weiter. Die Münchener Rück legte heute ihre Quartalsbilanz vor. Der weltgrößte Rückversicherer enttäuscht beim Gewinn, der stärker fiel als erwartet. Analysten sehen die Münchener Rück als Musterschüler der Branche, der bislang weitgehend sicher durch die Krise gesteuert ist. Das dürfte auch so bleiben, wenngleich das Image kleine Kratzer bekam. Die Münchener verdienten in den Monaten Januar bis März 420 Millionen Euro verglichen mit 777 Millionen im gleichen Vorjahresquartal. Die durchschnittlichen Schätzungen der Analysten beliefen sich auf 494 Millionen. Auch beim operativen Ergebnis blieb der Konzern hinter den Erwartungen zurück. Verdient wurden 746 Millionen, zugetraut hatten die Experten dem Konzern im Schnitt 877 Millionen. Das Kapitalanlageergebnis ging um 19 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zurück.

Wegen der Wirtschaftskrise liegt das Aktienrückkaufprogramm weiter auf Eis, um die für Versicherer besonders wichtige Kapitaldecke zu schonen. Eine konkrete Gewinnprognose für das Gesamtjahr gab die Münchener Rück nicht. Aber ein altes Ziel wurde erneuert: 2009 werden unverändert 15 Prozent Rorac angestrebt, das ist die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite. Sie lag im ersten Quartal annualisiert bei 9,8 Prozent. Die Umsatzprognose schraubte der Münchener Konzern nach oben – erwartet werde nun Bruttobeitragseinnahmen von 22,5 bis 24 Milliarden statt zuvor 21 bis 22 Milliarden Euro. Im ersten Quartal fielen die Bruttoprämien zudem höher aus als erwartet. Sie stiegen von 9,9 auf 10,4 Milliarden – die Marktschätzungen lagen bei 10,2 Milliarden.

Die schweren Versicherungfälle sind im ersten Quartal ausgeblieben. Hurrikan Klaus, die Buschbrände in Australien und ein Satellitenunfall waren die größten Schäden. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich deutlich auf 97,3 Prozent von 103,7 Prozent. Die Aktie der Münchener Rück gab heute vorbörslich leicht nach.

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