Kabel Deutschland plant Börsengang


Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) steckt mitten in den Vorbereitungen für den Gang an die Börse. Rund 8,9 Millionen Haushalte in 13 Bundesländern werden in Deutschland von KDG versorgt. Vor ihrer Notierung muss die Muttergesellschaft Kabel Deutschland Holding GmbH allerdings noch in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

Geplant ist der Verkauf von einem Minderheitsanteil der Aktien aus dem Eigentum der Gesellschafter. Zeitungsberichte, wonach das Unternehmen noch vor Ostern den Börsengang anstrebe, wollte Kabel Deutschland nicht bestätigen. Experten zufolge dürfte sich dies jedoch noch etwas hinziehen, da die Umwandlung in die Aktiengesellschaft zunächst ins Handelsregister eingetragen, eine Genehmigung bei der Finanzaufsicht BaFin eingeholt und ein Börsenprospekt im Internet veröffentlicht werden müsse.



Zusammen mit anderen Investoren hatte die US-Beteilungsgesellschaft Providence KDG 2003 von der Deutschen Telekom übernommen und besitzt heute rund 88 %. Statt das Unternehmen zu verkaufen, wie bereits spekuliert wurde, hat sich Providence für einen Börsengang entschieden und plant damit etwa eine Milliarde Euro zu verdienen. Das Projekt ausführen sollen die Finanzinstitute Morgan Stanley, Deutsche Bank und JPMorgan. Mit sogenannten Triple-Play-Diensten, einem Paket-Angebot aus Fernsehen und Radio, schnellen Internetanschlüssen und Telefonie über das Fernsehkabel, will sich Kabel Deutschland erfolgreich auf dem Markt behaupten.

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