Das neue Schlagwort: Wenig Geld ist gleich wenig Arzt?

Proteste der Ärzte sind keine Seltenheit mehr. Zuletzt geschah dies am Aschermittwoch, als die Mediziner gegen die zu niedrigen Honorare protestierten. Es wird das neue Schlagwort hervorgebracht: Wenig Geld ist gleich wenig Arzt? Die Kassenärztliche Vereinigung akzeptiert, wenn ein Arzt einen Patienten nicht behandelt, weil dieser nicht akut krank ist. Dagegen Behandlungen gegen Vorauskasse lehnt sie völlig ab. Es wird eng. Soll der Honorarstreit nicht komplett eskalieren, muss ganz schnell eine vernünftige Honorarreform herbei geführt werden. Bisher wurde der Verdienst der Ärzte nach Punkten berechnet, sodass für jede Behandlung eine fest Punktzahl vorgesehen war. Zudem gibt es bis jetzt ein bestimmtes Budjet, das nicht überschritten werden darf. Viele Ärzte machen ihre Praxen zwei Wochen vor Quartalsende einfach zu, da sie das vorgeschriebene Budjet schon erreicht haben. Um hierzu eine Zahl zu nennen, sei erwähnt, dass ein baden-württembergischer Allgemeinmediziner exakt 1239 Fälle pro Quartal behandeln darf. Werden es mehr, so sinkt sein Honorar. Grotesk, aber wahr.

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