Kassenpatienten abgewiesen: Entzug der Kassenzulassung droht
Der Streit um die Reform der Ärztehonorare geht in eine neue Runde. Für drei Ärzte, die die Behandlung von Kassenpatienten abgelehnt hatten, wurde bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg der Entzug der Kassenzulassung beantragt. In diesem Jahr wurden bereits hunderte Kassenpatienten von ihren Praxisärzten abgewiesen. Die Deutsche Angestellten Krankenkasse gab bundesweit knapp 1500 Fälle bekannt, die Kaufmännische Krankenkasse sprach von 200 betroffenen Patienten in Bayern, baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Mehr als 300 Fälle melden für Baden-Württemberg die AOK, die Techniker Krankenkasse und die Betriebskrankenkassen. Viele Ärzte verlangen von den Kassenpatienten Vorkasse. Nun fordert der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung ein hartes Durchgreifen gegen diese Ärzte. Die Mehrheit der Patienten ist gesetzlich versichert und vom Verhalten mancher Ärzte betroffen. Wieder einmal werden Entscheidungen auf dem Rücken der "Kleinen" ausgetragen.


Februar 25, 2009 







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