Bruttolöhne infolge der Wirtschaftskrise gesunken


Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik sind die Bruttolöhne infolge der Wirtschaftskrise gesunken. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ermittelte, dass der durchschnittliche Bruttoverdienst im vergangenen Jahr um 0,4 % auf 27.648 Euro gesunken ist.



Neben Überstunden, dem Ausbau der Kurzarbeit und dem Abbau von Überstunden ist hierfür auch die Buchung der Beiträge zur privaten Krankenversicherung, die seit 2009 Pflicht ist, als Sozialbeitrag verantwortlich. Auch ohne die Neuklassifikation der Arbeitgeberzuschüsse als Arbeitgebersozialbeitrag wären die Bruttolöhne gesunken, wenn auch nur um 0,2 %.

Der Brutto-Stundenlohn ist hingegen durch den Abbau von Guthaben auf Arbeitszeitkonten um 3,0 % gestiegen. Laut Bundesamt erhielten die Arbeitnehmer 2009 das Entgelt für bereits in Vorjahren erbrachte Arbeitsleistung.



Am stärksten ist das Verarbeitende Gewerbe betroffen, hier sank der Bruttoverdienst um 3,6 %, während sich der Stundenlohn um 4,4 % erhöht hat. Bei den Lohnstückkosten, die die Beziehung von Arbeitskosten und Wertschöpfung darstellen, gab es einen Anstieg um 15,3 %.



Allerdings haben weder das Statistische Bundesamt noch die Medien bisher erwähnt, dass die Bruttoverdienste bereits seit 6 Jahren inflationsbereinigt zurückgehen und nun schon um 5,3 % unter dem Stand des Jahres 2000 liegen.

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